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Tenote

Ondrej Benes - Oman

Nach Oman wollte ich schon längst fahren, aber immer wieder hat sich die Reise irgendwie aufgeschoben. Im Januar dieses Jahres ist es mir zusammen mit Jirka, David und Filip endlich gelungen, dort zu fahren. Das Hauptziel der Expedition war Erstbesteigung des Jabal Misht, der größten Felsenwand auf der Arabischen Halbinsel mit den Abmessungen von 4x1 km. Gleich auf den ersten Blick fesselte uns die überhängende Südostwand. Am nächsten Tag haben wir die Arbeit aufgenommen und fingen an, die ersten Meter der von uns gewählten Route, die 50 Meter rechts von der Route Make Love No War liegt, abzuschneiden. Die ersten drei Tage sind wir immer zum Wagen zurückgegangen, wobei der Wagen etwa 2 Stunden ziemlich schwieriger Fußwanderung auf Steinen mit großer Überhöhung entfernt war. Für die zweite Hälfte der Erstbesteigung zogen wir für 4 Tage zu der Wand um. Während der Erstbesteigung stießen wir auf verschiedene Qualitäten des Felsens. Die Mehrheit der Seillängen führt auf festen Platten, aber wir waren auch auf leichteren Seillängen, die uns psychisch schön quälten. Wir benannten es Klettern auf senkrechten Felsmännchen. In die Route bohrten wir 35 Zwischenbohrhaken und 22 Standplatzbohrhaken an. Die meisten Seillängen sind mit Friends und Klemmkeilen nachträglich zu sichern. Nach sieben Tagen und drei Nächten an der Wand ist es uns gelungen, die neue Linie unter dem Namen Boys Don´t Cry, 7c+ RP, 21 Seillängen, 1000 m, zu öffnen. Den letzten Tag an der Wand nutzten wir zum Überklettern der Schlüssellängen, die nicht RP geklettert wurden, aus. Weil uns mehrere Bohrhaken übrig blieben, entschlossen wir uns, in Oman noch etwas zu öffnen. Während drei Wochen besuchten wir die Mehrheit der besten Kletterdestinationen. In der Region von Hadash kletterte ich zwei schöne 8b-Routen, aber die größte Freude machten mir die Routen, die wir in den Regionen von La Gorgettes und Wadi Bani Khalid gebohrt haben. Wir hinterließen 4 Routen 7b, 7c, 8a, 8b+, jede im festen und schönen Felsen. Einfach die Top-Routen der Region. Die schwierigste Route, die wir öffneten, heißt Toilet Power. Das Überklettern erfolgte erst am letzten Tag unseres Ausflugs, also Nerven bis zum Ende. Zum Glück konnte ich zwei Tage ruhen und habe dem Zufall nichts überlassen. In der Region hinterließen wir also die wahrscheinlich schwierigste Route in Oman. Eine prächtige Beendigung einer wirklich prächtigen Expedition. Oman ist ein schönes und sicheres Land, von dem wir in Zukunft sicherlich öfter hören werden. Schon heute bietet es eine sehr gute Qualität aller Sorten von Felsklettern an.

Erstbesteigungen:
Boys Don´t Cry 7c+, Jabal Misht, 21 Seillängen, 1000 m, Ondra Beneš, Filip Martínek, Jiří Lautner, David Michovský
Flye Market 8a, La Gorgette, Ondra und Jirka
Toilet Power 8b+, Wadi Bani Khalid, Ondra
Mňága a Žďorp 7c, Wadi Bani Khalid, Jirka
Land of Orion 7b, Wadi Bani Khalid, Fido

Einige wiederholte Routen:

Positive Psychology 8b, Hadash, Ondra PP
New Bactun 8b, Hadash, Ondra PP
Fearless Leader 8a, Hadash, Jirka PP, Ondra FL
Oublie Tout 6c, Wadi Tanuf, 250 m, Fido und David OS
Chianti Classico 6+, La Gorgettes, 125 m, Fido und David OS
Quality Control 8a, Wadi Bani Khalid, Ondra PP -1.ffa, Jirka FL
Emilu 7+, Wadi Tiwi, 500 m, Fido und Jirka OS
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