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historie

Von Wisniowski zu Tendon

Viele Seiler wanderten vom Dorf zu Dorf mit Geschirr auf dem Buckel oder am Handwagen und anfertigten Stricke und Seile direkt bei den Bauern im Hof für etwas Flachs, Essen und nur ausnahmsweise für etwas Geld. Seilerhandwerk war kein einträgliches Gewerbe und die meisten der Betreiber lebten von heute auf morgen. Zwischen den Stadtzünften war die Seilmacherei nicht zahlenmäßig stark vertreten, nach dem Dreißigjährigen Krieg war sie zwischen den 68 Arten von Handwerken in Opava (Troppau) gar nicht erwähnt. Trotzdem überlebte sie bis zum heutigen Tag. Nach dem zweiten Weltkrieg waren im ehemaligen Ostrauer Bezirk nur 10 Seilmacher mit Gewerbeberechtigung. Im Jahre 1947 übten dieses Handwerk in der Troppauer Region Emil Vlček, Josef Polášek und Eduard Wisniowski aus.

Die Wisniowskis, eine Seilmacherfamilie

In Wieliczka, heutiges Polen, wurde in der Familie des Fleischers Ignac Wisniowskis und seiner Frau Terezia Sohn Vojtěch geboren. Der Jüngling hat das Gewerbe seines Vaters nicht übernommen, er wurde Seilmacher. Bei der Gesellenfeier am 24.05.1891 heiratete er Mariana und beide übersiedelten nach Hrabůvka (heute ein Stadtteil von Ostrava), wo er Gewerbeberechtigung für Seilmacherei erwarb. Deren einziger Sohn Eduard Wisniowski wurde am 24. September 1898 in Hrabůvka geboren. Er erlernte das Seilerhandwerk bei seinem Vater und erwarb Gewerbeberechtigung für die Ausübung dieses Handwerks in Svinov.

Flachs-, Tabak- und Munitionsfabrik in Chuchelná

Um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert konzentrierte sich Fürst Karl Lichnovský im Interesse der Rentabilität seiner Großgüter auf fabrikmäßige Unternehmungstätigkeit. Auf seinen Feldern, auf einer Fläche von mehr als 1.000 Hektar, begann er technische Nutzpflanzen, Zuckerrübe und Flachs anzubauen, die dann in seinen Fabriken – Zuckerfabrik in Ratibor und Flachsfabrik in Chuchelná – verarbeitet wurden. Die letztgenannte Fabrik ließ er im Jahre 1908 für die Verarbeitung von Produkten, die aus den Flachsröstereien in Křenovice, Strahovice, Chuchelná und Stary Staw in Niederschlesien geliefert wurden, bauen und zu dieser Fabrik gehörte auch eine Versuchsstation in Albertovec bei Bolatice. Für einen besseren Verkehrsdienst setzte er die Führung der Eisenbahnstrecke von Opava nach Ratibor gerade über Chuchelná durch. Im ersten Jahre des Betriebs, also im Jahre 1908, verarbeitete die Flachsfabrik 15.000 Tonnen gerösteten Flachses, aber nach und nach entwickelte sie sich zur zweitgrößten Fabrik ihrer Art im damaligen Deutschland mit einem Anteil von 20% an der Gesamtproduktion von Flachsgarn, im Jahre 1919 waren es 195.000 Zentner Rohflachs, aus den 300 Waggons Garn hergestellt wurden. Außer diesem Hauptprodukt wurde in der Fabrik auch Flachssamenöl produziert. Jedoch im Januar 1920 ergriffen das Objekt der Fabrik Flammen, das Flachspackhaus brannte nieder und nach diesem mit einem riesigen Schaden verbundenen Unglück trat noch ein weiteres Missgeschick hinzu, nämlich Verlust der großen Rohstoffbasis nach dem Anschluss des Hultschiner Ländchens zu der Tschechoslowakischen Republik. Es folgten Niedergang der Fabrik, Rückgang der Produktion und schließlich definitive Stilllegung der Fertigung am 23.04.1925. 200 Arbeiterinnen und 20 Arbeiter blieben arbeitslos. Die Objekte der Fabrik wurden vom Staat abgekauft, der in ihnen eine Tabakfabrik errichtete. An der feierlichen Eröffnung der Fertigung in der renovierten Tabakfabrik nahm auch der Finanzminister Karel Engliš mit weiteren wichtigen Politikern teil. Die Leitung der Fabrik hatte auch an der Leitung der Gemeinde teil. Zum Beispiel der stellvertretende Direktor der Tabakfabrik Karel Urban war gleichzeitig der stellvertretende Gemeindevorstand von Chuchelná. Dann kam jedoch die schwere Zeit der Besatzung. Noch vor der Nazi-Okkupation am 24. September 1938 gelang es, die Maschinen der Tabakfabrik ins Binnenland zu bringen. In der verlassenen Fabrik wurde von den Besatzungstruppen im Jahre 1941 eine Munitionsfabrik errichtet, in der zum Beispiel Artilleriegeschossfüllungen hergestellt wurden. Die Produktion fing im Frühjahr 1942 an, die ganze Fabrikleitung kam aus dem Inland des Deutschen Reiches, die Fertigung unterlag der Kriegsgeheimhaltung und wurde von 600 Arbeiter, überwiegend Frauen, realisiert.

Herrn Wisniovskis-Višňovskýs Fabrik in Chuchelná

Eduard Wisniowski-Višňovský, der Seilmacher aus Ostrava-Svinov, fasste wegen des Konkurrenzkampfs den Entschluss, in eine fabrikmäßige Großproduktion zu treten. Deshalb kaufte er im Jahre 1946 vom Fonds des Nationalvermögens die nach dem Krief verlassene und stark beschädigte Munitionsfabrik in Chuchelná, um in einigen reparierten Objekten die Schlesische Seilerei zu errichten. Auf der Grundlage seines Antrags vom 03.12.1946 erhielt er am 01.08.1947 die Konzession Nr. 391/4-111/12, die ihm ermöglicht hat, in Chuchelná die Seilfertigung aufzunehmen. Jedoch nicht für lange Zeit. Nach dem kommunistischen Staatsstreich wurde die Fabrik nationalisiert und geriet unter die Verwaltung des Volkseigenen Betriebs Elektro-Praga und ab dem Jahre 1951 Sigma Lutín als Blechstanzerei.

Die Schlesische Seilerei in Bolatice

Nach der Nationalisierung seiner Fabrik in Chuchelná kapitulierte Eduard Višňovský nicht und vereinbarte mit dem Gemeindeamt von Bolatice im Februar 1949, die Seilproduktion nach Bolatice zu verlegen. Für diesen Zweck gewann er ein durch Restitution frei gewordenes Restgut, dessen Hauptgebäude schon im Jahre 1899 gebaut wurde. Nach notwendigen Adaptierungsarbeiten auf dem durch den Krieg beschädigten Anwesen wurde im Sommer 1949 die Fertigung in der Schlesischen Seilerei, wie Herrn Višňovskýs Fabrik genannt wurde, eingeleitet. An Anfang arbeiteten dort 83 Leute und die Produkte wurden auf der Maschinenanlage der Firma Muffler im Raum des ehemaligen Speichers hergestellt. Seile größerer Durchmesser wurden unter freiem Himmel hergestellt. Aber bald kam ein weiterer schwerer Schlag für den Fabrikanten Višňovský. Die Kommunisten haben die Fabrik in Bolatice am 1. Januar 1950 nationalisiert.

Konopa - Lýko

Am 1. Januar 1950 wurde Herrn Višňovskýs nationalisierte Firma in den Volkseigenen Betrieb Konopa mit Sitz in Český Krumlov eingegliedert. Aus allen Ecken und Enden der Republik wurden mechanische Anlagen liquidierter Betriebe nach Bolatice transportiert und die Produktion dehnte sich aus. Neue Bauobjekte wurden gebaut, wie Rohstofflager, Fertigproduktlager, Pförtnerhaus, Betriebskantine mit Küche. Am 01.01.1953 kam es zur Delimitierung, bei der das Werk Konopa Bolatice zum Bestandteil des Volkseigenen Betriebs Lýko Olomouc als Werk 04 wurde; die Schwesterfirmen waren in Přerov und Kunov. Während der Lýko-Epoche steigerte vor allem die Seilproduktion. Das Werk dehnte sich weiter aus – neue Spinnerei für Seilgarne und neue Flechtwerkstatt wurden gebaut, in den schon Bedingungen für Verarbeitung chemischer Fasern entstanden. Die Senkung der Anzahl von Abnehmern verschiedener Kleinwirtschaftsgütern wegen steigender Mechanisierung in der Landwirtschaft wurde gerade durch Erweiterung des Produktionssortiments um Chemifaserprodukte gebannt. 

Juta

Der Betrieb Lýko Olomouc wurde am 01.04.1958 aufgelöst und sein Werk in Bolatice wurde in den Volkseigenen Betrieb Juta mit Sitz in Dvůr Králové nad Labem eingegliedert. Es handelte sich also um die vierte Reorganisierung in einem relativ kurzen Zeitabschnitt, was der Prosperität natürlich nicht zuträglich war. In die Produktion wurden neue Erzeugnisse für die Maschinenbauindustrie, Bergbau und Metallurgie eingeglidert. Die Betriebskantine mit Küche wurde im Jahre 1964 niedergerissen und die Konfektionswerkstatt gebaut. Nächstes Jahr wurde die Spinnerei liquidiert und anstatt deren eine Werkstatt für Ausrüstung und Imprägnierung von Riemen errichtet. Im Jahre 1966 wurde das Objekt der Weberei gebaut, in welches die Herstellung von Textilriemen aus dem Betrieb Technolen in Šluknov verlegt wurde, nämlich Flechtmaschinen für die Herstellung von Schnüren, Seilen und Bergseilen, einschließlich Ausstattung der Prüfwerkstatt. Von der italienischen Firma SIMA wurden damals auch die ersten modernen Seilmaschinen für Herstellung von Schnüren und Seilen von 3 bis 30 mm gekauft, bei deren Herstellung die Chemifasern volle Anwendung fanden, neben den schon früher eingeführten Seilen aus Hanf. Im Jahre 1974 wurde die neue Konfektionsbetriebsstätte fertig gebaut und die Herstellung von Getreidesäcken erhöhte sich. Danach kam die neue Webereibetriebsstätte mit produktiven Webstühlen der Firma Müller hinzu – für Herstellung von Elevatorriemen, Transportbändern und anderen schweren Riemen aus Baumwolle und Endlosriemen Titan. Gleichzeitig wurde der Maschinenpark der Seilerei ergänzt – Flechtmaschinen von Strojtex und Seildrehmaschinen von SIMA eingekauft. Im Jahre 1983 wurde das neue Kesselhaus gebaut. Die chemische Fertigungsanlage von Cowena zur Herstellung der PP-Bändchen wurde ebenfalls installiert. Die Produktionsstrategie änderte ihre Orientierung von einer hundertprozentigen Abhängikgeit vom Innenmarkt auf Export, was die Einführung von Polypropylenbindfäden in die Produktion und Installierung der halbautomatischen Nähmaschinen von Adler in der Konfektionsbetriebsstätte ermöglichten. Ebenfalls eine Flechtmaschine von Viking für die Herstellung von geflochtenen PP-Schiffsseilen (ausschließlich für Export bestimmt) wurde installiert. Am 1. Januar 1989 wurde zum Mutterbetrieb in Bolatice ein Werk in Krnov mit Hanfspinnerei, Papierspinnerei und Herstellung von Schnüren aus Viskose angeschlossen. Die steigende Nachfrage nach flexiblen Schüttgutbehältern im Inland sowie im Ausland führte zum großen Umbau des Seilereiobjekts und dessen Ausrüstung mit einer Riemenimprägnierungsanlage von Upalan. Die Firma Strojtext Nový Jičín lieferte 14 Flechtmaschinen, jede mit 48 Klöppeln, für Bergseilherstellung. Es kam zum Übergang von Hanfseilen zu PES-Seilen. Schüttgutbehälter verdrängten endgültig die Getreidesäcke. Die Novemberereignisse erschütterten die Betriebsleitung von Juta, im Werk in Bolatice fiel die Grundorganisation der Kommunistischen Partei und durch geheime Abstimmung am 01.05.1990 wurde zum Direktor Herr Dipl.-Ing. Rudolf Gregořica gewählt. Das staatliche Unternehmen wurde auf Lanex umbenannt.

Lanex Aktiengesellschaft, Bolatice

Die neue Betriebsleitung bereitete das Privatisierungsprojekt des staatlichen Unternehmens Lanex vor, das das Ministerium für Industrie und Handel der Tschechischen Republik nach einigen Abänderungen im März 1992 genehmigte. Auf dessen Grundlage wurde dann der Betrieb durch die Kuponmethode privatisiert. Zur Realisierung der Privatisierung entstand die Gesellschaft Conrop, die später auch zum Aktionär der Lanex a.s. (Aktiengesellschaft) mit einem Anteil von 40% wurde. Das staatliche Unternehmen Lanex transformierte sich am 01.05.1992 in die Aktiengesellschaft Lanex Bolatice mit einem Stammkapital von 79.814.000 CZK und der Fonds des Nationalvermögens ernannte den Vorstand der Gesellschaft.

Am 7. Februar 2009 feierte die Gesellschaft Lanex a. s. Bolatice den 60. Jahrestag ihrer Entstehung, für die der Tag der Verlegung der Wisniowskis Schlesischen Seilerei von Chuchelná nach Bolatice gehalten wird. Die Gesellschaft ist der führende tschechische Hersteller vom Sortiment der Gruppe technischer Textilien. Aus dem Herstellungssortiment ist es notwendig, gedrehte und geflochtene Seile und Schnüre aus Textilmaterialien für Schiffsbau, Fischfang, Bauwesen, Landwirtschaft, Papierindustrie und Sicherungssysteme, weiter dynamische und statische Seile für Bergsteiger und Kletterer, Feuerwehrleute und in der Höhe arbeitende Personen, Anschlagmittel und Hebebänder, hochfeste technische Fasern für die Herstellung von technischen Fäden für Seile und Schnüre zu erwähnen. Bei dem ständig wachsenden Umsatz stellt Export einen Anteil von 85% dar. Die Gesellschaft exportiert nach mehr als 55 Ländern der Welt, wobei die dominierenden Märkte die der Europäischen Union sind und zu den meist entfernten Ausfuhrterritorien Australien, USA, Island und Japan gehören.                                   

Tendon

Im Jahre 2005 wurde Rebranding des Sortiments der dynamischen und statischen Seile realisiert und neue Produktmarke für dieses Sortiment auf den Markt gebracht – TENDON.

Heute ist TENDON eine junge, aber wohl bekannte und weltweit erfolgreiche Marke der dynamischen und statischen Seile. Dank unserem eigenen Know-How und der langjährigen Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungsinstituten und zertifizierten Laboratorien und dank unserem dauerhaften Investieren in die Entwicklung und Modernisierung unserer Produktionsanlagen sind wir zum Lieferanten der anspruchsvollsten Kunden geworden.

Wir sind einer der führenden Welthersteller auf dem Markt der Bergsteigerausrüstung und professionellen persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz, Mittel für Rettungszwecke und Militärzwecke. Während der Jahren ihrer Existenz hat sich Tendon als eine professionelle und innovative Marke etabliert.

Alle unsere novatorische Hochleistungsprodukte werden in der Tschechischen Republik entwickelt und hergestellt. Die Produkte sind zertifiziert und entsprechen den internationalen Industriesicherheitsnormen der Europäischen Union völlig.

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