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Tenote

Diese Drytooling-Sache

Aufrichtig gesagt, weiß ich selbst nicht, wie ich mich damit eigentlich auseinander setzen soll. Zu jener Zeit, als ich mit dem Klettern angefangen habe, Drytooling war überhaupt noch keine definierte Klettertechnik. Noch eine ziemlich lange Zeit nach meinem Start hat man darüber nichts gehört. Das bedeutet nicht, dass man mit Ausrüstung und ernsthafte Aufstiege nicht geklettert hat. Erst der Entwicklungsboom auf dem Gebiet der Eispickel und Steigeisen am Ende des letzten Jahrtausends hat einen weiteren Schritt vorwärts gebrecht. Eine Sache war Änderung der Ökonometrie, gleichzeitig auch der Qualität der Materialien.

Die zweite Sache war Änderung im Nachdenken, welche neue Möglichkeiten damit angeboten werden. Ich werde also den Uranfang beschreiben, als Eisklettern und Mixklettern in der schönen Landschaft von Highlander-Schottland geboren wurden. Als ich die Region um Ben Nevis zum ersten Mal besuchte, starrte ich an die Gegend, in der die Schotten klettern. Grasige kugelrunde Berge, die unserem Riesengebirge ähnlich sind, und kleine Felsen, die sich hier und da auf den Gipfeln befinden. Einfach kein wunderbares Aussehen auf den ersten Blick. Also wie konnte diese Gegend zur Wiege dieser Technik werden? Ich konnte es nicht begreifen, aber eine Weile später hat sich alles geändert. Vor allem der rissige Granit, in der Wintersaison mit Reifeis von den Seestürmen bespuckt, ist eine weitere Herausforderung und gleichzeitig eine Arena der logischen Anknüpfung an die grundlegende Kletterbewegung, und zwar Felsenklettern mit eigenen Kräften. Und weil unsere zerfransten Stollen auf der Vereisung und den Eiszungen rutschen möchten, mussten wir Hacken in den Händen und Spitzen auf den Füßen einsetzen.

Auf diese Weise konnten wir den Status Quo bewahren, als uns die zweckdienlichen Werkzeuge die Kletterbewegung auf solchem Terrain erlaubten, das uns sonst untersagt wurde. Also das Klettern von sogenannten Mix und Eis ist mir nah. Und weil ich ein Konservativer bin, ist mir die weitere neuere Abzweigung fremd, nämlich mit Ausrüstung auf Reinfelsen zu klettern, was aber das Wesen von Drytooling ist. Von der Wettkampfversion ganz abgesehen. Ich will damit weder A noch B in einem Atemzug nennen, was richtig ist. Jeder soll sich seinen Teil der Zufriedenheit finden. Ich beabsichtige nicht, mit Eispickel auf einem Felsen zu hängen, es gefällt mir einfach nicht.

Und ich will auch das technische Klettern mit Haken nicht zu verfechten. Trotzdem habe ich versucht, beide Techniken mir so gut wie möglich zu Eigen zu machen, und zwar als Erweiterung der Geschicklichkeit bei der Bewältigung problematischer Stellen in den Bergen, um fähig zu sein, ein paar Meter weiter zu kommen, falls erforderlich.

Aber es interessiert mich wirklich nicht, diese Bewegung oder Klettern, wenn ihr lieber dieses Wort verwenden wollt, zum Hauptinhalt meiner Bemühungen zu machen.

Tschüss, Mára.
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