Die Wild-Choice-Expedition
Der Riese „Nanga“ beherrscht schon Jahrtausende in seinem Alabasterkleid die ungefesselte Landschaft und schaut auf sie mit dem Blick eines selbstsicheren Herrscher herab, der ohne Augenwink mit der Schneide seines Bergkamms die Wolken anhalten und unter einer Lawine jeden, der die Augen nicht senkt, begraben kann. Synonyme Wörter für Nanga Parbat sind herrlich, glänzend, monumental, grausam, schwer, riesig. Wenn ich jedoch die sämtlichen Eindrücke in ein einziges Wort hineinzwängen sollte, dann möchte ich außergewöhnlicher Berg wählen. Und das gilt ganz egal, ob man nur auf der Karakorum-Highway vorüberfährt und den Wall von Felsen und Eis vom Flussbett des Indus folgt oder kühne Aufstiegspläne schmiedet. Die einzige Sicherheit ist, dass niemand die Chance hat, an dem Berg vorbeizugehen, ohne ihm einen einzigen Blick oder Gedanken zu widmen.
Es ist schon mehr als ein halbes Jahrhundert verflossen, als im Jahre 1953 Hermann Buhl die letzten Schritte im Jungfernschnee gemacht hat und am Hauptgipfel stehen blieb. Mit dieser Leistung ist er der Zeit zuvorgekommen. Auf diese Weise wurde jedoch erst die erste Aufstiegslinie beendet, welche die Benennung klassische trägt. Jeder neue Weg auf Nanga bringt große menschliche Anstrengung, Drama, leider auch Tragödien, aber nicht zuletzt auch Botschaft für die weitere Entwicklung des Weltalpinismus mit sich.
Nanga Parbat mit einer Höhe von 8125 Metern befindet sich im westlichsten Ausläufers des Himalaya-Gebirges auf dem Gebiet von Pakistan. Der Berg ist die letzte Bastion des Himalaya-Gebirgskamms, die durch den Anprall der Indischen Platte auf den Kontinent entstand. Mit seiner Größe ist Nanga Parbat ein unwiderlegbarer Beweis für diese uralten Kräfte, weil er über der breiten Gegend thront und gegenüber dem nahen Indus, der sich um ihn in Mäandern wickelt, eine Überhöhung von mehr als sieben Kilometern hat. Ebenfalls seine Flanken (Diamir-, Rakhiot- und Rupal-Flanke) gehören zu den größten Wänden auf unserem Planeten. Vom Fuß, wo man mit dem Klettern beginnt, muss man bis auf den Gipfel über vier Höhenkilometer bewältigen.
Was ist unser Ziel:
Nanga besteigen, das ist Erfüllung eines Kindertraums. Es klingt trivial und ich gebe zu, dass auch kindisch. Die Wahrheit ist, dass je mehr ich kletterte und als Bergsteiger mit allen Erfolgen und Schlägen „wuchs“, desto schwieriger schien es mir, diesen Traum in die Tat umzusetzen. Warum? Die Erfahrungen aus den vorigen Expeditionen gaben mir einen Gesichtskreis und Dimension, vor was für einer Aufforderung ich stehe.
Die Rupal-Südwand, die wir zusammen mit Zdeněk gewählt haben, ist wahrscheinlich die schwierigste Prüfung, die vor uns beiden steht. Wir werden uns bemühen, mit Alpinstil einen neuen Weg um den zentralen Rupalpfeiler zu öffnen.
Abflug am 9. Juli und Rückkehr am 11. September 2011.
Teilnehmer:
Marek Holeček *1974
- Mitglied des Bergsteiger-Repräsentationsteams der Tschechischen Republik seit dem Jahre 1997
- 6x Preis „Aufstieg des Jahres“ des Tschechischen Bergsteigerverbands
- Teilnehmer an 20 Expeditionen nach Hochgebirge in Asien und Südamerika
- viele Erstbegehungen, die in prestigereichen ausländischen Jahrbüchern eingetragen sind
- mehr auf www.marekholecek.cz
Zdeněk Hrubý *1956
- Leiter von vielen Expeditionen, Everest und K2 eingerechnet
- viele Aufstiege in beiden Teilen Amerikas, Europa, Asien, Afrika und Antarktis
- Aufstiege auf acht Achttausender, immer ohne Flaschensauerstoff
- 4x Preis „Aufstieg des Jahres“ des Tschechischen Bergsteigerverbands
- mehrmaliger Sieger und Meister der Tschechischen Republik im 24-Stunden-Skilauf
- Vorsitzender des Tschechischen Bergsteigerverbands
- Besitzer des Fair-Play-Preises
Zusammenfassung:
Weil es sich um ein völlig außergewöhnliches Ereignis handelt, mit dem sich keine der in der Tschechischen Republik dieses Jahr geplanten Hochgebirgsexpeditionen messen kann, erlaube ich mir, ohne Übertreibung zu behaupten, dass wir das Interesse der Medien wie in vorherigen Jahren erwecken werden.
Warum...? Wegen der Möglichkeit, den Lesern/Zuschauern/Zuhörern ein ungewöhnliches Abenteuer von einem Ort, auf den noch kein Mensch seinen Fuß setzen konnte, anzubieten. Ein weiteres Für ist die Leichtigkeit der Expedition, die nur zwei Teilnehmer hat, im Vergleich mit der Starrheit der vielköpfigen Expeditionen. Wegen der eleganten Aufstiegslinie und dem sportlichen Stil, den wir benutzen wollen. Falls wir den Aufstieg erfolgreich beenden, wird dieser Erfolg die Grenzen der Tschechischen Republik deutlich übersteigen.
Medienauftritte und was bieten wir an:
- Drehen von Filmmaterial (dient als Hintergrund für Diskussionssendungen im Fernsehen bzw. für Bildung eines Filmdokuments und als Hintergrund für Vorlesungen)
- Artikelschreiben (Fachzeitschriften, Webseiten, Lifestyle-Magazine, Tageszeitungen)
- Interviews im Rundfunk
- Pressekonferenzen vor und nach der Expedition
- öffentliche Vorlesungen (etwa 40x jährlich, große Festspiele eingerechnet)
Zwecks besserer Vorstellung fügen wir die Beilage Nr. 1 bei, in der die Häufigkeit der einzelnen Medienauftritte angegeben ist.
